Wo ist das Mojo?

Wo ist das Mojo?

Vor der Erfindung der modernen DAW sah der Aufnahme- und Mischvorgang folgendermaßen aus.

Analoger Aufnahmeprozess der alten Schule

Analoger Aufnahmeprozess der alten Schule

Der Ton durchlief viele Stufen analoger Elektronik, die ihm mit jedem Durchgang eine subtile Klangqualität verliehen. Der Signalweg wurde durch Schaltkreise definiert, die aus den vier Ts von Mojo bestanden – Röhren, Transistoren, Transformatoren und Band. Die Quellspur durchlief diese analogen Schaltkreise während des Trackings, der Bounces und des Mixdowns. Das ultimative Ergebnis war ein stimmiger Mix mit reicher harmonischer Textur.

Moderner DAW-Aufnahmeprozess

Moderner DAW-Aufnahmeprozess

Icons von Iconic, Joel Wisneski, Icons von Iconic, Joel Wisneski, Josh Vasby und Corpus Delicti vom Noun Project

In vielen modernen DAW-basierten Produktionen wird die Quellspur oft nur einem analogen Mikrofonvorverstärker unterzogen, bevor sie digitalisiert wird. Der Mix wird dann im System mithilfe digitaler Plug-Ins erstellt. Die 3D-Tiefe, die Wirkung und die analoge Textur, die man früher kostenlos bekam, fehlen deutlich. Wir stapeln frustriert Plug-Ins nach Plug-Ins, um unsere Mixe musikalisch aufeinander abzustimmen.